Die Mitternachtsbäcker

Eine magische Mäuse-Hörgeschichte zum Einschlafen, 6 Minuten, erstellt mit Purrytale.

  • 5-Minuten-Geschichte
  • weibliche Erzählerin
  • für große Kinder (6–8)
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Die Idee hinter dieser Geschichte

“Clara hört nachts leises Klappern in der Küche und entdeckt eine winzige Bäckerei, in der Mäuse in weißen Schürzchen unter der Leitung von Meister Krümel leuchtende Mondscheinkekse backen. Durch eine Prise zu viel Traumzauber schweben die Kekse plötzlich an die Decke. Clara hilft mit einem Holzkochlöffel, einem blauen Band und viel Gelächter, alle Kekse wieder einzufangen.”

Dieser eine Satz war die ganze Eingabe. Purrytale hat die Geschichte geschrieben und dann vertont. Beginnt mit dieser Idee. Ändere alles, bevor du generierst.

Zum Mitlesen

Kinder können beim Zuhören mitlesen – die Ansicht in Großbuchstaben hilft Leseanfängern, die erst die großen Buchstaben kennen.

Es war eine dieser Nächte, in denen das Mondlicht wie flüssiges Silber durch das Fenster floss. Clara lag in ihrem weichen Bett, eingekuschelt unter der dicken Daunendecke, und lauschte der Stille. Doch die Stille blieb nicht lange still.

Klipp-klapp. Raschel-raschel. Ein winziges, feines Geräusch drang aus dem Flur herauf. Clara spitzte die Ohren. War da etwa jemand in der Küche?

Auf Zehenspitzen, leise wie eine Schneeflocke, schlich Clara die Holztreppe hinunter. Die Dielen knarrten nicht ein einziges Mal. Sie lugte vorsichtig um die Küchentür — und traute ihren Augen kaum.

Mitten auf dem großen Küchentisch brannte ein winziges, goldenes Lämpchen, das aussah wie eine ausgehöhlte Haselnuss. Ringsherum herrschte geschäftiges Treiben. Drei winzige Mäuse, bekleidet mit schneeweißen Schürzchen und winzigen Kochmützen aus Fingerhüten, rollten Teig aus! Ein kleiner Mäuserich rührte mit einem Zahnstocher in einem Fingerhut voll Zuckerguss, während ein anderer geschäftig Mehl aus einer Nussschale siebte.

Clara hielt den Atem an, doch ein leises Kichern entkam ihr trotzdem: "Huch!"

Die Mäuse erstarrten. Der kleinste Bäcker, ein Mäuschen mit besonders langen Schnurrhaaren, ließ seinen Teigroller fallen. "Oje, oje! Ein Menschlein hat uns entdeckt!" piepste er aufgeregt.

"Keine Angst," flüsterte Clara mit ihrer sanftesten Stimme und trat ganz nah an den Tisch heran. "Ich tue euch nichts. Was macht ihr denn da Feines?"

Der älteste Bäcker, der eine Brille aus feinem Silberdraht trug, trat vor und verbeugte sich tief. "Gestatten, mein Name ist Meister Krümel. Wir backen unsere berühmten Mondscheinkekse! Nur in Vollmondnächten gelingt der Teig aus Sternenstaub, Honigtau und einem Löffelchen Traumzauber."

"Und was passiert jetzt?" fragte Clara fasziniert.

"Jetzt kommt der große Moment!" rief Meister Krümel stolz. Er öffnete eine winzige Ofentür, die in eine alte Teedose eingebaut war. Ein herrlicher Duft nach Vanille, Zimt und gebrannten Mandeln erfüllte die ganze Küche. Heraus holten die Mäuse ein Blech voller goldgelber, sternförmiger Kekse, die sanft im Dunkeln leuchteten.

Doch Meister Krümel hatte wohl eine Prise zu viel Traumzauber hineingestreut. Plop!

Der erste Keks hob einfach vom Blech ab. Plop-plop-plop! Wie kleine, leuchtende Heißluftballons stiegen die Kekse langsam in die Luft. Sie schwebten höher und höher, an der Kaffeekanne vorbei, über die Hängelampe hinweg, bis sie dicht unter der Küchendecke wie ein Schwarm kleiner Sterne tanzten!

"Ach du meine Güte!" jammerte das kleine Mäuschen und fuchtelte mit den Pfoten. "Sie fliegen uns davon! Wenn sie abkühlen, purzeln sie herunter und zerbrechen!"

"Nicht, wenn wir zusammenhalten!" rief Clara entschlossen. Sie griff nach dem großen Holzkochlöffel auf der Anrichte und fand in der Schublade eine Rolle blaues Geschenkband. "Wir bauen eine Keks-Rettungsstation!"

Meister Krümel kletterte geschwind auf Claras Schulter. "Ich gebe das Kommando! Hart steuerbord, Keks Nummer vier driftet zur Dunstabzugshaube!"

Clara reckte sich auf die Zehenspitzen. Mit dem Kochlöffel balancierte sie vorsichtig unter den schwebenden Leckereien. Das blaue Band hatte sie zu einer weichen Schlaufe gebunden. "Hab dich!" lachte Clara, als sie den ersten Keks sanft einfing und nach unten gleiten ließ, wo die beiden anderen Mäuse ihn mit einem weichen Geschirrtuch auffingen.

Doch der größte, hellste Keks — der Meisterstern — schwebte immer noch ganz oben in der Ecke und drehte sich lustig im Kreis.

"HUUU-RRA, jetzt kommt der Meisterkeks!" jubelte Clara leise. Sie streckte sich ganz lang, hielt den Löffel wie ein Zauberer in die Höhe und — flupp — fing den letzten Keks perfekt auf der hölzernen Laffe ein!

Alle Kekse waren gerettet, weich gelandet und lagen nun wohlbehalten auf einem sauberen Tellerchen. Kein einziger war zerbrochen. Sie glommen in einem sanften, beruhigenden Goldton.

Meister Krümel wischte sich mit einem winzigen Taschentuch die Stirn. "Eine Meisterleistung, Clara! Als Dank gebührt dir der allererste Keks."

Vorsichtig nahm Clara den kleinsten Mondkeks zwischen zwei Finger. Er fühlte sich warm und samtig an. Sie biss ein winziges Stückchen ab. Er schmeckte nach süßem Kakao, knusprigen Butterstreuseln und einem Hauch von gemütlichen Träumen.

Plötzlich fühlten sich Claras Augenlider furchtbar schwer an. Ein wohliger, tiefer Friede breitete sich in ihrem Bauch aus.

"Das ist der Zauber," flüsterte Meister Krümel und gähnte herzhaft. "Er schenkt die allerschönsten Träume."

Die Mäuse packten emsig ihre Förmchen zusammen und schlossen die Teedose. Clara trug ihre kleinen Freunde noch behutsam zu ihrem winzigen Mauseloch hinter dem Brotkasten.

"Gute Nacht, Meister Krümel," murmelte Clara und schlich zurück die Treppe hinauf in ihr Zimmer.

Sie kroch wieder unter die kuschelige Decke. Das Mondlicht zeichnete silberne Muster an die Wand, die aussahen wie tanzende Kekse. Clara schloss die Augen. Ein leises, zufriedenes Seufzen entwich ihr. Und während die kleine Bäckerei zur Ruhe kam, glitt Clara hinüber in ein Land voller süßer, goldener Träume...

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