Der rote Schal für Fips

Eine sanfte Igel-Hörgeschichte zum Einschlafen, 6 Minuten, erstellt mit Purrytale.

  • 5-Minuten-Geschichte
  • weibliche Erzählerin
  • für die Kleinsten (1–3)
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Die Idee hinter dieser Geschichte

“Emilia trifft nachts im mondbeschienenen Garten einen kleinen Igel namens Fips, der seinen weichen roten Schal verloren hat und ohne ihn nicht schlafen kann, weil seine Nase friert. Gemeinsam folgen sie einer Spur aus Blättern, Federn und winzigen roten Wollfäden. Am Ende entdecken sie, dass eine kleine Feldmaus mit rosa Ohren den Schal nur ausgeliehen hat, um ihr Nest warm zu machen, und finden eine freundliche Lösung, bei der geteilt wird.”

Dieser eine Satz war die ganze Eingabe. Purrytale hat die Geschichte geschrieben und dann vertont. Beginnt mit dieser Idee. Ändere alles, bevor du generierst.

Zum Mitlesen

Kinder können beim Zuhören mitlesen – die Ansicht in Großbuchstaben hilft Leseanfängern, die erst die großen Buchstaben kennen.

Der Garten war ganz still und friedlich. Der Mond schaute wie eine große, gelbe Laterne vom Himmel herab. Die Blumen hatten ihre bunten Blütenblätter schon fest zugemacht. Tipp, tapp, tipp, tapp, lief die kleine Emilia durch das weiche Moos. Sie trug ihren kuscheligen Schlafanzug.

Da raschelte es leise unter einem dicken Busch. Ritschel, ratschel, raschel.

Emilia bückte sich ganz langsam. "Nanu?", flüsterte sie. Aus einem Haufen brauner Blätter schaute ein winziges, schwarzes Knopfnäschen hervor. Dahinter blitzten zwei kleine Äuglein und viele kleine, weiche Stacheln.

"Hallo!", sagte das kleine Wesen leise. "Ich bin Fips, der kleine Igel."

"Hallo Fips", antwortete Emilia lächelnd. "Warum schläfst du denn noch nicht? Es ist doch schon Schlafenszeit."

Fips machte ein ganz trauriges Gesicht. Er seufzte tief: "Ich k-kann nicht schlafen. Mein roter Schal ist weg! Er ist soo weich und hält mein Näschen immer warm. Ohne meinen Schal kribbelt die Nachtluft so kalt."

"Keine Sorge, kleiner Fips", tröstete Emilia ihn sanft. "Ich helfe dir suchen. Wir finden deinen Schal ganz bestimmt!"

Fips hüpfte ein kleines Stückchen in die Höhe. "Au ja! Danke, Emilia!"

Emilia schaute auf den Boden. Sie kniete sich auf das weiche Gras. Was lag denn da? Ein kleines, goldenes Blatt. Und direkt daneben... "Schau mal, Fips! Ein winziger, roter Faden!"

"Mein Schal!", fiepte Fips froh.

Sie folgten der Spur. Tipp, tapp, tipp, tapp, machte Emilia. Trippel, trappel, trippel, trappel, machte der kleine Igel.

Erst ging die Spur an den großen Sonnenblumen vorbei. Dort lag ein gelbes Blatt und wieder ein roter Faden. Dann führte der Weg zum alten Apfelbaum. Unter dem Baum lag eine weiße, weiche Taubenfeder. Und an der Feder klebte... noch ein kleiner roter Faden!

"Wo führt die Spur nur hin?", wisperte Fips neugierig. Er schnupperte mit seinem feuchten Näschen in die Luft. Schnupper, schnupper.

Die Spur bog ab, direkt zu einem dicken, hohlen Baumstamm. Aus dem Baumstamm leuchtete ein winziger, warmer Lichtschein.

Emilia und Fips schlichen ganz leise heran. Pscht... ganz leise.

Sie schauten vorsichtig um die Ecke in das kleine Baumloch hinein...

DA WAR DER SCHAL!

Mitten im Baumstamm lag der leuchtend rote Kuschelschal, aufgerollt wie ein kleines, rundes Nest. Und mitten darin lag eine winzig kleine Feldmaus mit rosa Ohren und schlief tief und fest. Chrr, chrr, schnarchte das Mäuschen ganz leise.

"Oh!", flüsterte Emilia. "Die kleine Maus schläft in deinem Schal."

Fips schaute mit großen Augen. Er wollte seinen Schal so gerne wiederhaben, aber das Mäuschen sah so friedlich aus.

Da blinzelte die kleine Maus. Sie rieb sich mit den Pfötchen die Augen und gähnte: "Haaatschi... oh, hallo."

"Hallo kleine Maus", sagte Fips sanft. "Du schläfst auf meinem roten Schal."

Die Maus erschrak ein ganz kleines bisschen. "Oh verzeih mir, lieber Igel! Mir war draußen so schrecklich kalt. Ich habe deinen schönen Schal im Gras gefunden und wollte ihn mir nur kurz ausleihen, damit mein Nestchen warm wird." Sie rollte sich traurig zusammen: "Ich gebe ihn dir gleich zurück..."

Emilia lächelte. Sie hatte eine wunderbare Idee. In ihrer Schlafanzugtasche fühlte sie etwas ganz Weiches. Es war ihr großes, flauschiges Taschentuch aus Baumwolle. Und daneben lagen noch zwei weiche Federn, die sie vorhin gefunden hatten.

"Schaut mal!", rief Emilia leise. "Wir teilen einfach!"

"JAAA!", piepste die kleine Maus vor Freude.

Ganz behutsam wickelten sie den roten Schal auseinander. Emilia legte ihr weiches Taschentuch und die kuscheligen Federn in das Nest der kleinen Maus. Das war nun so kuschelig wie eine echte Wolke.

"Oh, das ist so herrlich weich", murmelte das Mäuschen selig. Es kuschelte sich tief in die Federn ein, schloss die Augen und schlief sogleich wieder ein. Chrr, chrr...

Fips wickelte seinen roten Schal ganz vorsichtig um seinen Hals. Er zog ihn bis über seine kleine Schnauze.

"Mmmh, soooo warm und gemütlich", seufzte der kleine Igel glücklich. Er rieb sein Näschen an Emilias Hand. "Danke, liebe Emilia. Jetzt habe ich gar keine kalte Nase mehr."

"Gern geschehen, kleiner Fips", flüsterte Emilia.

Der kleine Igel rollte sich unter dem dicken Busch zusammen. Er machte sich ganz rund, wie eine kleine, friedliche Kugel. Sein roter Schal leuchtete sanft im Mondschein.

Fips gähnte ein langes, herzhaftes Igelgähnen. "Gute Nacht, Emilia..."

"Gute Nacht, Fips. Schlaf gut, kleine Maus."

Emilia ging auf Zehenspitzen zurück ins Haus. Der Wind sang ein leises Schlaflied durch die Blätter. Huuusch, huuusch...

Die Sterne funkelten am Himmel wie kleine Nachtlichter. Alles im Garten war warm, sicher und still.

Die Augen wurden schwer... ganz schwer... und alle schliefen tief und fest... ein...

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