Kunos wunderbarer Schlafmodus

Eine magische Roboter-Hörgeschichte zum Einschlafen, 6 Minuten, erstellt mit Purrytale.

  • 5-Minuten-Geschichte
  • männlicher Erzähler
  • für große Kinder (6–8)
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Die Idee hinter dieser Geschichte

“Paul baut aus Kartons einen Roboter namens Kuno mit silbernen Knöpfen aus Alufolie, Klorollen-Armen und einer Antenne aus einem Pfeifenputzer. In der Nacht wird Kuno lebendig, kennt aber keinen Ausschaltknopf. Paul erfindet eine immer albernere Schlafroutine für Roboter: Schrauben zählen, Antenne putzen und drei elektronische Gähner. Schließlich findet Kuno seinen Schlafmodus.”

Dieser eine Satz war die ganze Eingabe. Purrytale hat die Geschichte geschrieben und dann vertont. Beginnt mit dieser Idee. Ändere alles, bevor du generierst.

Zum Mitlesen

Kinder können beim Zuhören mitlesen – die Ansicht in Großbuchstaben hilft Leseanfängern, die erst die großen Buchstaben kennen.

In Pauls gemütlichem Zimmer roch es herrlich nach Pappkarton, Bastelkleber und bunten Filzstiften. Den ganzen Nachmittag über hatte Paul geschnitten, geklebt und gemalt. Das Ergebnis war ein prächtiger Roboter mit silbernen Knöpfen aus Alufolie, zwei Klorollen-Armen und einer Antenne aus einem Pfeifenputzer. Er hieß Kuno.

Als Paul sich am Abend unter seine weiche Decke kuschelte, leuchtete der Mond wie eine runde Nachttischlampe durchs Fenster. Es war ganz still im Zimmer. Klack. Paul blinzelte. Biep-biep-klong! Mitten auf dem Teppich begann Kuno zu wackeln! Seine Pappendeckel-Augen leuchteten sanft bernsteinfarben, und er drehte sich im Kreis.

„Piep! Guten Abend, Erfinder Paul!“, schnarrte Kuno mit einer blechernen, aber ungemein fröhlichen Stimme. „Systeme hochgefahren! Bereit für große Roboter-Abenteuer!“

Paul setzte sich verwundert auf. „Pst, Kuno! Es ist Schlafenszeit. Du musst dich ausschalten.“

Kuno drehte seinen Kartonkopf nach links, dann nach rechts. Ein leises Zahnrad-Surren war zu hören. „Ausschalten? Suchbefehl läuft... Fehler! Kein Ausschaltknopf im System gefunden. Wie macht man aus?“

Paul kratzte sich am Kopf. Er hatte zwar viele bunte Knöpfe auf Kunos Bauch gemalt, aber keinen einzigen mit der Aufschrift Aus.

„Keine Sorge, Kuno“, flüsterte Paul und schlüpfte leise aus dem Bett. „Wir bringen dir jetzt einfach die große Roboter-Schlafroutine bei.“

Kuno stand stramm und hob seine Klorollen-Arme. „Routine wird gestartet! Befehl eins, bitte!“

„Schritt eins“, überlegte Paul feierlich, „Schrauben zählen! Jeder müde Roboter muss seine Schrauben zählen, damit er weiß, dass alle festsitzen.“

Kuno tippte mit einem Pappfinger auf seine Ecken und Kanten. „Eine Schraube am linken Knie... klick. Eine am rechten Ellenbogen... klack. Zwei Schrauben hinter den Ohren... surr. Und eine dicke Nasenschraube!“ Bei der Nase kicherte Kuno leise, denn das Kitzeln an der Pappe fühlte sich lustig an. „Alle Schrauben vollzählig, Kapitän Paul!“

„Sehr gut“, raunte Paul geheimnisvoll. „Nun kommt Schritt zwei: Antennen putzen! Der Staub des Tages muss weg, damit die Schlafsignale empfangen werden können.“

Paul nahm den Zipfel seines weichen Schlafanzugärmels und polierte behutsam den biegsamen Pfeifenputzer auf Kunos Kopf. Kuno zog die Augenbrauen hoch. Er wackelte mit den Ohren und gab ein Geräusch von sich wie eine schnurrende Kaffeemühle: „Bssssss... das kitzelt im Hauptspeicher!“

„Und jetzt“, sagte Paul und hob bedeutungsvoll einen Finger, „der wichtigste Schritt von allen. Die drei elektronischen Gähner!“

„Wie funktioniert... Gähnen?“, fragte Kuno mit großen runden Augen.

„Ganz einfach“, erklärte Paul. „Du machst die Klappe gaaanz weit auf und lässt die Luft langsam entweichen. So wie ich.“ Paul holte tief Luft: „Haaah-uuuh...“

Kuno öffnete seine Kartonklappe. „BIIIIIEP-AAAH-UUUHM!“, tönte es roboterhaft durchs Zimmer.

Paul kicherte leise in sein Kissen. „Viel zu laut, Kuno! Versuch es noch weicher.“

Kuno versuchte es noch einmal. „Bzzzz-haaa-ooooh...“ Das klang schon viel gemütlicher, wie eine kleine Spieluhr, der langsam die Feder ausgeht.

„Und jetzt der dritte Gähner“, hauchte Paul.

Kuno öffnete die Klappe zum letzten Mal: „Chhhhh-uuuuh-krrrk...“

Da passierte etwas Wundervolles. Kunos bernsteinfarbene Lichter wurden warm und honiggelb. Seine Klorollen-Arme sanken schwer nach unten, und seine Pappe fühlte sich ganz warm an.

„Schlafmodus... gefunden...“, murmelte Kuno zufrieden. „System... wechselt... in den... Traum-Betrieb.“

Paul lächelte glücklich. Er hob den leichten Karton-Freund vorsichtig hoch und setzte ihn auf den weichen Teppich direkt neben sein Bett. Dann legte er eine kleine Kuscheldecke über Kunos eckige Schultern.

Draußen zogen die silbernen Wolken am Mond vorbei. Im Zimmer tickte die Uhr ganz leise: tick, tack, tick, tack.

Kunos Antenne neigte sich sanft zur Seite. Ein winziges, gleichmäßiges Schnurren kam aus seinem Inneren, so beruhigend wie das Rauschen warmer Sommerwellen.

Paul kuschelte sich tief in seine Kissen. Seine Augenlider wurden schwer wie kleine Steinchen. „Gute Nacht, Kuno“, flüsterte er in die Dunkelheit.

„Gute... Nacht... Erfinder... Paul...“, summte Kuno leise zurück.

Und während die Sterne über dem Dach funkelten, schliefen der kleine Junge und sein bester Blechfreund friedlich und tief ein...

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