Der kleine Nachtexpress unter dem Bett

Eine magische Zug-Hörgeschichte zum Einschlafen, 6 Minuten, erstellt mit Purrytale.

  • 5-Minuten-Geschichte
  • weibliche Erzählerin
  • für große Kinder (6–8)
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Die Idee hinter dieser Geschichte

“Mia entdeckt einen winzigen, nachtblauen Nachtexpress, der auf Schienen aus Mondlicht unter ihrem Bett steht und Träume zu den Kindern bringt. Doch heute ist der Schaffner Schnarchibald, eine kleine Holzmaus mit goldener Mütze, eingeschlafen, und die Adressen auf den Traumkisten sind als Rätsel geschrieben. Zusammen mit dem Heizer Zirpi, einer winzigen Grille mit Brille, hilft Mia, die lustigen Hinweise zu entschlüsseln, damit jeder Traum in das richtige Haus kommt.”

Dieser eine Satz war die ganze Eingabe. Purrytale hat die Geschichte geschrieben und dann vertont. Beginnt mit dieser Idee. Ändere alles, bevor du generierst.

Zum Mitlesen

Kinder können beim Zuhören mitlesen – die Ansicht in Großbuchstaben hilft Leseanfängern, die erst die großen Buchstaben kennen.

Draußen vor dem Fenster tanzten die ersten Schneeflocken lautlos durch die Dunkelheit, während Mia sich tief in ihre kuschelige Bettdecke einmuckelte. Ihr Zimmer roch nach Kamillentee und warmen Wollsocken. Doch gerade, als sie die Augen schließen wollte, hörte sie ein ganz feines Geräusch. Tsch-tsch-tsch-tsch. Ein leises Tuten, kaum lauter als das Summen einer dicken Hummel: Tuuut!

Mia blinzelte, rutschte vorsichtig an die Bettkante und lugte unter den Saum ihrer Decke. Was war denn das?

Mitten auf dem Teppich glitzerte ein winziges Schienennetz aus reinem Mondlicht. Darauf stand eine wunderschöne, nachtblaue Eisenbahn. Ihre Waggons schimmerten wie polierte Sterne, und aus dem winzigen Schornstein stiegen kleine Seifenblasen auf, die nach Lavendel dufteten. Vor der Lokomotive saß eine kleine Holzmaus mit einer goldenen Schaffnermütze – und schnarchte leise vor sich hin: Chrrr-püh, chrrr-püh.

Mia bückte sich ganz tief hinunter und flüsterte: „Hallo, kleiner Zug? Warum fährst du denn nicht?“

Da klappte das Fenster der Lokomotive auf, und eine winzige Grille mit Brille steckte den Kopf heraus. „Ach herrje, ach herrje!“, zirpte sie aufgeregt. „Ich bin der Heizer Pip! Unser Schaffner Schnarchibald ist eingeschlafen! Und heute Nacht ist Traum-Auslieferung! Wenn wir die Kisten nicht rechtzeitig verteilen, träumen alle Kinder nur von kalten Kartoffeln!“

„Keine Sorge, Pip“, sagte Mia sanft. „Ich helfe euch. Zeig mir die Kisten!“

Pip sprang herab und öffnete die Türen der Waggons. Darin stapelten sich bunte Päckchen, die glitzerten und leise klangen wie Spieluhren. „Das Problem ist“, seufzte Pip, „die Adressen sind heute als Rätsel geschrieben, und nur Schnarchibald versteht sie!“

Mia lächelte mutig. „Rätsel sind meine Spezialität! Lass mal sehen.“

Sie nahm vorsichtig die erste Kiste mit zwei Fingerspitzen heraus. Das Päckchen war himmelblau und roch herrlich nach süßen Erdbeeren. Ein Zettelchen flatterte daran. Mia las leise vor: „Für den Jungen, der den ganzen Tag auf Bäume klettert und nachts gerne mit roten Riesenfröschen um die Wette hüpfen will.“

Mia kicherte. „Das kann nur Leo aus dem Nachbarhaus sein! Seine Hose hat immer grüne Grasflecken an den Knien!“ Pip jubelte: „Famos! Erste Traumkiste gelöst!“

Schnell griff Mia nach der zweiten Kiste. Diese war samtig grün und wackelte ein bisschen hin und her. Wenn man das Ohr daran hielt, hörte man ein leises Plitsch-Platsch. Mia las den Zettel: „Für das Mädchen mit den zwei Zöpfen, das ein Floß aus Zimtstangen über einen See aus heißer Schokolade steuern möchte.“

„Das ist Sophie aus dem Dachgeschoss!“, rief Mia im Flüsterton. „Sie liebt Kakao mehr als alles andere auf der Welt!“ Pip wischte sich erleichtert die Stirn: „Großartig, Mia! Du bist eine echte Meisterdetektivin!“

Doch nun blieb nur noch eine einzige Kiste übrig – die größte von allen. Sie glänzte in allen Farben des Regenbogens, schimmerte silbern und golden zugleich und schwebte fast von alleine in Mias Hand. Auf der Karte stand: „Für das kluge Kind, das nachts wach bleibt, um kleinen Zügen zu helfen, und das heute auf dem Rücken eines bunten Sternendrachens durch das Wolkenmeer fliegen darf.“

Mia hielt den Atem an. „Warte mal... das bin ja... DAS BIN JA ICH!“

„JAWOLL!“, rief Pip und hüpfte vor Freude im Kreis. „Alle Träume sind gerettet!“

In diesem Moment blinzelte die kleine Holzmaus Schnarchibald, streckte ihre Holzärmchen und gähnte herzhaft: „Ooooh... haben wir etwa verschlafen?“ „Ganz und gar nicht“, lachte Pip. „Dank Mia ist alles pünktlich abfahrbereit!“

Schnarchibald setzte seine goldene Mütze zurecht und zog an einer winzigen Schnur. Tuuuut-tuuut! erklang das silberne Pfeifchen des Nachtexpresses. „Tausend Dank, liebe Mia“, flüsterte der kleine Schaffner dankbar. „Lege deine Kiste einfach unter dein Kissen. Dein Traum wartet schon auf dich.“

Mia nickte glücklich. Behutsam schob sie das bunte Traumpäckchen unter ihr weiches Federkissen. Dann sah sie zu, wie die kleine Lokomotive leise anrollte.

Tsch-tsch-tsch... tsch-tsch-tsch...

Aus dem Schornstein stiegen winzige, glitzernde Sternchen auf, die sich sanft im Zimmer auflösten. Die Mondlichtschienen verblassten langsam, und der Nachtexpress rollte leise, ganz leise durch die Ritze unter der Tür hinaus in die weite Nacht, um Leo und Sophie ihre Träume zu bringen.

Mia kuschelte sich wieder tief in ihre Decke. Das Bett fühlte sich nun noch weicher und wärmer an. Sie schloss die Augen und spürte schon ein zartes Kribbeln unter ihrem Kissen – wie der Flügelschlag eines freundlichen Sternendrachens.

Sie atmete tief ein und ganz langsam wieder aus. Die Nacht war still, der Schnee fiel leise, und Mia glitt sanft hinüber in ihr wunderschönes Traumland...

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